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Presse und andere Quellen zu Themen, die im BLOG behandelt werden

Strategien Gesundheitssystem

  • Gesundheit2020 Die gesundheitspolitischen Prioritäten der Bunderates Die Schweiz verfügt heute über ein sehr gutes Gesundheitssystem, die Einwohnerinnen und Einwohner unseres Landes sind mit den erbrachten Leistungen zufrieden. In den nächsten Jahren und Jahrzehnten sind jedoch grosse Herausforderungen zu bewältigen. Die Zahl der älteren Menschen und damit der chronischen Krankheiten wird stetig zunehmen, die heutigen Strukturen sind zu sehr auf die Akutversorgung ausgerichtet und es fehlt im Gesundheitswesen an Transparenz und Steuerbarkeit. Die Gesundheitskosten werden durch die demographische Entwicklung und den medizinisch-technischen Fortschritt weiter steigen; die hohen Krankenkassenprämien stellen schon heute für viele Menschen eine spürbare finanzielle Belastung dar.
  • Medizinalberufegesetz: Neue Ausbildungsziele 25.11.15 Zur Verstärkung der medizinischen Grundversorgung und der Hausarztmedizin setzt der Bundesrat per 1. Januar 2016 einen ersten Teil der Änderungen des Medizinalberufegesetzes (MedBG) in Kraft. Diese Bereiche werden nun in den universitären Aus- und Weiterbildungszielen genannt. Daraus ergeben sich Konsequenten, dass diese Ausbildungsziele bei der Zulassung ebenfalls berücksichtigt werden können, ohne dass sie direkt mit dem Studienerfolg der ersten Jahre korrelieren.
  • Anzahl und Verteilung von Ärztinnen und Ärzten steuern? Positionspapier der SAMW Die SAMW schlägt im vorliegenden Positionspapier eine Reihe von kurz-, mittel- und langfristigen Massnahmen zur Steuerung der Anzahl und der Verteilungvon Ärzten vor: (1) Konzipieren eines kohärenten Anreizsystems, (2) Schaffen einer Datengrundlage, (3) Aufbau eines wirksamen, überkantonalen Steuerungssystems, (4) Differenzierung der ärztlichen Aus- und Weiterbildung und (5) Unterstützung neuer Versorgungsmodelle.

Andere Länder: "Medizinstudium 2020" Deutschland

Da die Probleme in Deutschland in einigen Teilen vergleichbar der Schweiz sind, sei auf die Initiative dort hingewiesen. Dieser Vergleich zeigt auch, was spezifisch für die Schweiz ist und wo es sich wahrscheinlich um "allgemeine Probleme" heutiger moderner Industriegesellschaften handelt.


NC abschaffen? Zukunft von NC und Eignungstest

Studien und Berichte

An dieser Stelle soll noch einmal betont werden - darüber besteht auch innerhalb der Themengruppe Einigkeit -, dass die Aufhebung des NC keine Lösung ist, um mehr Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz auszubilden und damit der zunehmenden Abhängigkeit von im Ausland ausgebildeten Ärztinnen und Ärzten entgegenzuwirken, wie es in den Medien und der Politik immer wieder vorgeschlagen wird. Um die Qualität der Ausbildung auf dem heutigen Stand zu halten, was die Gruppe einstimmig befürwortet, ist der strukturelle und personelle Ausbau der bestehenden Fakultäten oder möglicherweise nach eingehender Prüfung der Rahmenbedingungen die Schaffung neuer Standorte notwendig. Wesentlicher Faktor bei einer Erhöhung der Ausbildungsplätze sind im Weiteren die klinischen Ausbildungsplätze (Praktika, Bedside Teaching, Wahlstudienjahr), die ambulant und stationär in genügender Zahl zur Verfügung stehen müssen.
Die aktuelle Form des Eignungstests wird von der Mehrheit der Gruppe als angebracht und zielführend beurteilt und der NC als nötiges Instrument erachtet, solange die Bewerbungen um einen Studienplatz die Kapazitäten der Fakultäten in diesem Masse überschreiten.
Ein Teil der Gruppe gibt zu bedenken, dass die zentrale Frage bei der Selektion der Medizinstudentinnen und -studenten sein sollte, welche Personen die eidgenössische Prüfung absolvieren können und in der Gesundheitsversorgung tätig sein sollen. Der Fokus des Eignungstestes sollte also primär auf der Berufseignung liegen. Die Gruppe ist sich aber einig, dass vor einer Änderung des heutigen Eignungstests eine Grundvision für die ärztliche Aus- und Weiterbildung der nächsten Generation entwickelt werden muss.

Presse

  • Ohne Numerus clausus sinkt die Qualität des Studiums. KD Hänsgen, Der externe Standpunkt, NZZ am Sonntag, 28.4. 2013, S. 17 Der Nationalrat will die Zulassungsbeschränkung für das Medizinstudium aufheben. Die Folge wäre ein teurer Leerlauf für Universitäten und Studenten.
  • Medienmitteilung Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerats vom 22.10.2013 ...Die Kommission ist der Auffassung, dass seit der Einreichung dieses Vorstosses viele Anstrengungen von den Kantonen und vom Bund unternommen wurden, um die Aufnahmekapazitäten an den medizinischen Fakultäten zu erhöhen. Bereits heute ist die Zahl der Ausbildungsplätze vielerorts gestiegen. Die WBK-S ist auch der Ansicht, dass für eine Erhöhung der Ausbildungsplätze anderweitige Parameter beachtet werden müssten, wie bspw. Fragen der Ärztedichte, der Weiterbildungsplätze, der Spezialisierung, der Finanzierung usw. Im Hinblick auf die laufenden Arbeiten, wie sie bspw. im Bericht des Bundesrates "Gesundheit2020" aufgezeigt werden, sowie mit Rücksicht auf die Kompetenzhoheit der Kantone für die Zulassungsbeschränkung zu Studiengängen an Universitäten oder Fachhochschulen, sprach sich die WBK-S mit 9 Stimmen bei 2 Enthaltungen gegen die Annahme der Motion aus. Mit diesem Beschluss beantwortet sie auch das Anliegen der Petition Abschaffung des Numerus Clausus für das Medizinstudium (13.2047).
  • NZZ vom 26.11.13 Der Bund kann den Numerus clausus nicht aufheben Der Bund will den Ausbau der Medizin-Studienplätze fördern, aber nicht in die Kompetenz der Kantone eingreifen. Eine Motion, die dies verlangte, ist im Ständerat gescheitert.
  • Der Numerus clausus ist nicht das Problem Tagblatt, 26.11.2013 Bei einem Wegfall des Numerus clausus wäre der Effekt vorhersehbar: Die Unis würden die Selektion einfach in den ersten Semestern rigoros verschärfen, damit die Fakultäten wenigstens im Hauptstudium nicht aus allen Nähten platzen.

Studierendenzahlen und Entwicklung

Studien und Berichte

  • Andrea Diem: Studienfachwechsel im Bologna-System vom 29.6.2016 SKBF Staff Paper 17] Die vorliegende Studie liefert eine Bestandsaufnahme zu Studienfachwechseln an universitären Hochschulen auf Bachelorstufe. Datengrundlage für die Analysen bilden Administrativdaten. Die Auswertungen zeigen, dass im Durchschnitt rund jede(r) fünfte Studierende mindestens einmal im Verlauf des Bachelorstudiums den Fachbereich wechselt. Die Mehrheit der Wechsel erfolgt vor dem zweiten Studienjahr. Die Muster der Fachbereichswechsel unterscheiden sich jedoch deutlich nach Fachbereich... Überdurchschnittlich hohe Wechselanteile gibt es im Bereich exakte und Naturwissenschaften sowie in der Human und Zahnmedizin. Die sehr hohe Herauswechselquote in der Zahnmedizin dürfte hierbei mit dem Numerus clausus in Humanmedizin zu erklären sein, welcher spätere Wechsel begünstigt.

Studienfachwechsel umfassen hier freiwillige und unfreiwillige Wechsel zusammen (s.S. 13; ein anderes Studium aufnehmen wegen des Scheiterns in den Prüfungen zählt dazu). Eine Differenzierung für Medizin nach Numerus clausus ist ebenfalls notwendig.

Hier gehen wir darauf ein, was die Studie aussagt - und was nicht.

Presse

Ausbau Medizinstudum

Ziel des Bundes ist die Steigerung der Abschlüsse in Humanmedizin von heute 900 (alle Universitäten) bis 1300 in 2025. Dieser Personenkreis müsste das Studium spätestens 2019 beginnen. Heute schliessen rund 600 Personen an Univ. mit NC ab, dazu 300 ohne NC. Vor allem der Aufbau/Ausbau des Masterstudiums (Klinikkapazitäten) ist das Nadelöhr aller Planungen - alleinige Erhöhung der BA reicht nicht. Die Univ. Basel, Bern und Zürich erhöhen die Zahl der BA im Hinblick darauf, dass die Personen ein Masterstudium aufnehmen können. Neu sind 100 Plätze an der ETH, der Ausbau bis zum Masterstudium in Fribourg, "Tracks" mit Luzern und St. Gallen (Studienbeginn in Zürich), und ein Masterstudium an der USI in Lugano (Studienbeginn in Basel).

  • Zürich: ab 2017 72 Plätze
  • Bern: 100 Plätze ab 2018 Luzerner Zeitung Masterausbildung geplanter Aufbau: 40 Plätze Freiburg, St. Gallen 40 ab 2020
  • Luzerner Zeitung GESUNDHEIT ⋅ Die Uni Bern wird ab August 2018 hundert zusätzliche Studienplätze in Humanmedizin anbieten. Das haben die Kantonsregierung und die Uni-Leitung beschlossen. Beide wollen so den Medizinalstandort Bern weiter stärken.
  • SRF zur Lage 9.6.2016 Die Schweiz bildet zu wenig Ärztinnen und Ärzte aus: rund 900 statt die benötigten 1300 jährlich. Darum will der Bundesrat 100 Mio. Fr. für zusätzliche Ausbildungsplätze investieren. Heute berät der Nationalrat darüber. Auch die ETH Zürich will neu Mediziner ausbilden. Hausärzte sind skeptisch.
  • Neue Medizin-Fakultäten Wie Pilze aus dem Boden NZZ vm 1.7.2016 Die Anschubfinanzierung des Bundes wirkt – fünf Hochschulen steigen neu in die Ausbildung von Medizinern ein. Und auch die anderen wollen an den 100-Millionen-Franken-Topf heran.
  • Verteilkampf ums Medizinstudium TA 4.2.2016 Der Bundesrat will 100 Millionen Franken in zusätzliche Studienplätze für Humanmedizin investieren. Neben den bisherigen Universitäten liebäugeln nun weitere Hochschulen mit der Ärzteausbildung.

Mehr Ausbildungsplätze in Humanmedizin Bern, 18.11.2016 - Der Hochschulrat der Schweizerischen Hochschulkonferenz (SHK) hat am 18. November 2016 die Umsetzung des von Bundesrat und Parlament lancierten Sonderprogramms „Erhöhung der Anzahl Abschlüsse in Humanmedizin“ über 100 Mio. Franken gutgeheissen. Die von der Rektorenkonferenz swissuniversities vorgeschlagenen Massnahmen führen – zusammen mit den von den Kantonen bereits in den letzten Jahren vorgenommenen Aufstockungen – zu jährlichen 1350 Abschlüssen in Humanmedizin bis 2025. Das sind rund 50% mehr als heute. Dieser Ausbau trägt massgeblich dazu bei, die Abhängigkeit von Ärztinnen und Ärzten aus dem Ausland zu reduzieren und die Gesundheitsversorgung sicherzustellen.

Ärztemangel?

Studien und Berichte

  • Ärztedemografie und Reform der ärztlichen Berufsbildung. Schweizerischer Wissenschafts- und Technologierat. Bern 6. September 2007. Das Mandat des Staatsekretariates für Bildung und Forschung SBF an den SWTR sollte folgende Kernfrage klären: Werden für die künftigen Bedürfnisse des schweizerischen Gesundheitssystems genügend und die richtigen Ärztinnen und Ärzte ausgebildet? - Die Anzahl der Studienplätze an den medizinischen Fakultäten soll um 20% erhöht werden. Es handelt sich dabei um eine Schätzung auf der Basis des vorliegenden Berichts. Die Erhöhung der Studienplätze darf nicht auf Kosten der Qualität der Ausbildung gehen, d.h. die Betreuungsverhältnisse, die mit der Studienreform verbessert wurden, sollen beibehalten werden.
  • Strategie gegen Ärztemangel und zur Förderung der Hausarztmedizin vom 23.11.2011 Bericht des Bundesrates in Erfüllung der Motion 08.3608 von Nationalrätin Jacqueline Fehr Strategievorschläge zur Ausbildung, Weiterbildung, Berufsausübung, Vergütung
    • In Bezug auf die Diplomabschlüsse in Humanmedizin muss eine Annahme des Obsan-Berichtes inzwischen korrigiert werden. Aufgrund bereits erfolgter Kapazitätserhöhungen der medizinischen Fakultäten und aufgrund neuer Berechnungen des BFS In den Prognosen unberücksichtigt geblieben sind zudem die ambulanten Leistungen der Spitäler sowie die Veränderungen, die von der KVG-Revision im Bereich der Spitalfinanzierung und der damit verbundenen Einführung der leistungsbezogenen Fallpauschalen im stationären Bereich erwartet werden: Eine geringere Spitalaufenthaltsdauer sowie allgemeine Prozessoptimierungen, die zu Effizienzsteigerungen führen werden. Als Folge davon könnte die gleiche Leistung mit weniger (ärztlichem und nicht-ärztlichem) Personal erreicht werden. werden deutlich höhere Abschlusszahlen erwartet als prognostiziert: Statt 700, wie angenommen, werden ab 2015 zwischen 850 - 900 diplomierte Ärztinnen und Ärzte die schweizerischen Universitäten verlassen.
    • A. Die Schweiz muss mehr Ärztinnen und Ärzte ausbilden. Der in diesem Bericht geschätzte Ausbildungsbedarf von 1200 - 1300 Diplomen pro Jahr ist auf eine Stabilisierung und nicht auf eine Vergrösserung des heute verfügbaren ärztlichen Arbeitsvolumens ausgerichtet
    • B. Die Verluste an ausgebildeten Ärztinnen und Ärzte müssen minimiert und die Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern in Bezug auf die Wahl der Spezialisierung verbessert werden.
    • Der Numerus Clausus soll kombiniert mit einem Eignungstest an Deutschschweizer Universitäten beibehalten werden.
    • Die Einführung des Numerus Clausus kombiniert mit einem Eignungstest sollte in der französischen Schweiz geprüft und allenfalls eingeführt werden.
    • Der Eignungstest oder andere kognitive Verfahren können allenfalls mit Selbsteinschätzungstests kombiniert werden. Dies erlaubt die Studieneignung zu beurteilen und gibt den zukünftigen Studierenden auch die Möglichkeit, die ihre Berufseignung besser beurteilen zu können.
  • Diskussionsstand zur Humanmedizin Schweizerische Universitätskonferenz SUK Info 03 2012
  • Zulassungsstopp für SpezialistInnen und GrundversorgerInnenPer 1.7..2013 hat das Parlament einen erneuten Zulassungsstopp beschlossen. Er betrifft Ärztinnen und Ärzte, die ihre Tätigkeit selbständig oder unselbständig in der freien Praxis ausüben wollen oder in einer Einrichtung bzw. im ambulanten Bereich von Spitälern tätig sein möchten. Der Zulassungsstopp gilt neu sowohl für Grundversorger als auch für Spezialistinnen. Gemäss dringlichem Bundesrecht tritt er per 1. Juli 2013 in Kraft und dauert bis zum 30. Juni 2016. Es liegt jedoch in den Händen der Kantone, ob sie die Zulassung zur Obligatorischen Krankenpflegeversicherung auch tatsächlich von einem Bedürfnis abhängig machen wollen.
  • HiT Health System Review on Switzerland Im Rahmen seiner Health Systems in Transition (HiT) Serie veröffentlicht das European Observatory on Health Systems and Policies regelmässig Berichte zu einzelnen Ländern der WHO Region Europa sowie zusätzlich ausgewählten OECD‐Staaten. Gegenstand ist die systematische Darstellung der jeweiligen Gesundheitssysteme sowie der entsprechenden Reformprojekte.

Presse

  • Ärztemangel und Pflegenotstand? Freiburger Nachrichten von Felix Schneuwly 13.1.2013 "Es gibt zu wenig Ärzte und Pflegepersonal", behaupten immer wieder Fachleute, die im Gesundheitswesen ihr Geld verdienen. Und immer, wenn ein angebliches Problem die öffentliche Diskussion dominiert, fühlen sich Politiker berufen, dieses mit ihrem einzigen Werkzeug, der Regulierung, zu lösen. Es lohnt sich aber, die Situation zuerst genauer zu analysieren, bevor mit wilder Regulierungshektik Probleme eher geschaffen oder verschärft, statt gelöst werden. Schauen wir uns also das medizinische Versorgungsangebot in der Schweiz etwas genauer an und überlegen uns, ob es auch andere Lösungsansätze für die zukünftige medizinische Versorgung geben könnte, als einfach blind das ausbauen, was wir heute bereits haben.
  • 3000 Schweizerinnen warten auf Ärztejob; 20 Minuten vom 21.8.2014 Ärztinnen verzichten auf Job oder Kinder «Wir gehen davon aus, dass die meisten dieser Frauen nicht mehr als Ärztinnen arbeiten. Entweder sind sie als Hausfrauen tätig, oder sie arbeiten Teilzeit in einem anderen Beruf», sagt Nico van der Heiden, stellvertretender Geschäftsführer des Verbands Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte VSAO. Er schätzt, dass aktuell 2000 bis 3000 Ärztinnen nicht ihren Beruf ausüben. ... Tatsächlich gibt es für Ärze kaum Teilzeitstellen. Der durchschnittliche Anstellungsgrad beträgt über 90 Prozent. Laut VSAO-Sprecher van der Heiden besteht aber durchaus die Möglichkeit, Teilzeitstellen zwischen 40 und 80 Prozent für Ärzte zu schaffen. Doch: «Ältere Chefärzte vertreten teilweise immer noch die Meinung, dass man als Arzt mit dem Spital verheiratet sein müsse. Stellen unter hundert Prozent kommen für sie gar nicht in Frage.» Van der Heiden spricht von einem Generationen-Clash: «Für die älteren Ärzte gibt es nur den Beruf, die Jungen aber wünschen sich auch ein Leben neben dem Job.»
  • Millionenspritze gegen den Ärztemangel Handelszeitung 3.2.16 Die Schweiz bildet viel zu wenig Ärztinnen und Ärzte aus. Der Bundesrat will mit 100 Millionen Franken dazu beitragen, die Zahl der Abschlüsse zu erhöhen. Wie und nach welchen Kriterien das Geld verteilt wird, ist noch unklar. Der Verteilkampf ist bereits im Gang. Bei den Fördermitteln handle es sich um eine Anschubfinanzierung, stellte Bildungsminister Johann Schneider-Ammann am Mittwoch vor den Bundeshausmedien klar. Das heisst, dass den Kantonen über die nächsten vier Jahre hinweg insgesamt 100 Millionen Franken zur Verfügung stehen. Dafür erwartet der Bundesrat, dass sie die Zahl der Abschlüsse in Humanmedizin von heute rund 900 auf 1300 im Jahr 2025 erhöhen.

Kosten der Ausbildung und Ausbau Klinikkapazitäten

  • Ärztemangel gibt es nicht von Benjamin Tommer NZZaS vom 27.11.11 Wie teuer die Ausbildung eines Arztes ist, ist nicht exakt geklärt. Eine Studie im Auftrag der Universitätskonferenz kam 2002 zum Schluss, dass die sechsjährige Ausbildung bis zum Staatsexamen pro Kopf auf durchschnittlich 522 000 Franken zu stehen kommt. Die Berechnung beruht allerdings auf Zahlen von 1999. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) wies 2006 in einer eigenen Studie Ausbildungskosten von 720 000 Franken aus. Die Schätzung der Universitätskonferenz geht heute bis zu einer Million. Hinzu kommt die anschliessende sechs- bis siebenjährige Weiterbildung und Spezialisierung. Sie kostet gemäss BAG weitere 300 000 bis 500 000 Franken, bei gewissen Fachrichtungen sogar noch mehr
  • 300 Ärzte mehr pro Jahr NZZ vom 23.8.12 Die Zahl der Studienplätze an den medizinischen Fakultäten wird bis 2018 auf 1100 erhöht. Wie sich Bund und Kantone die Mehrkosten teilen, ist noch offen.
  • NZZaS 13.9.2'15 Gegen 1,2 Millionen Franken kostet den Staat die Ausbildung eines Mediziners. Allein sechs Jahre Grundausbildung bis zum Staatsexamen belaufen sich gemäss BAG auf 720 000 Franken. Ist es sinnvoll, dass wir ein Medizinstudium gratis anbieten, wenn die Absolventen danach entweder nur teilweise oder gar nicht ärztlich tätig sind?
  • Bundesrat setzt sich für die Förderung des inländischen Ärztenachwuchses ein Der Bundesrat will die universitären Hochschulen bei der Erhöhung der Anzahl Abschlüsse in Humanmedizin mit einem Zusatzkredit von 100 Millionen Franken unterstützen. In den Jahren 2017 bis 2020 soll damit ein gemeinsam mit der Schweizerischen Hochschulkonferenz ausgearbeitetes Sonderprogramm finanziert werden. Der Bundesrat hat zudem einen gemeinsamen Bericht des WBF/EDI zur Kenntnis genommen, der einen Überblick über die weiteren bildungs- und gesundheitspolitisch relevanten Massnahmen zur Behebung des Mangels an inländischen Ärztinnen und Ärzten gibt.
  • Der Hochschulrat genehmigt das Sonderprogramm 2017-2020 «Erhöhung der Anzahl Abschlüsse in Humanmedizin» Der Hochschulrat hat am 25. Februar 2016 Inhalt und Ausgestaltung des Sonderprogramms «Erhöhung der Anzahl Abschlüsse in Humanmedizin» verabschiedet. Dies nachdem der Bundesrat am Vortag den entsprechenden Zusatzkredit von 100 Millionen Franken im Rahmen der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation 2017−2020 beschlossen hatte. Ziel dieses Programms ist eine schrittweise Erhöhung der Anzahl Abschlüsse in Humanmedizin auf 1300 ab dem Jahr 2025. Die Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen ist für die Koordination der Eingabe der Gesuche zuständig.

Ausbau der Kapazitäten im Masterstudium durch Einbeziehung weiterer anbietender Universitäten

Da die Masterausbildung das "Nadelöhr" ist, werden Angebote an anderen Universitäten geprüft bzw. bereits eingerichtet:

  • Freiburg (am Ende 40 zusätzliche Masterplätze geplant)
Freiburger Nachrichten 10.10.2014

Ärzte-Statistiken

Kommentar KDH: In ärztlichen Praxen beträgt der Anteil Ärztinnen/Ärzte nach Diplomherkunft Schweiz 85.9% (2008) bzw. 82.6% (2011) (also 3.3% Rückgang). Die Zahl der Ärzte ist im gleichen Zeitraum von 6904 auf 7259 Grundversorger gestiegen. Das sind 5% mehr - nicht nur Ausländer sind also "zugeströmt". Die Zahl der Spezialisten stagniert (8834/8801, hier wirkt der Zulassungsstopp)
Auf dieser Studie beruhen vor allem die heutigen Sorgen, das "möglicherweise" nicht genügend Nachwuchs für die aus Altergründen ausscheidenden Ärztinnen und Ärzte ausgebildet wird. Zum einen geht die Studie von einer Absolventenquote von 60% (wie in den Zeiten vor dem NC) aus, heute sind mit NC 80% realistisch. Mit 20% Kapazitätsausbau und 20% mehr Abschlüssen wären schon 40% mehr Absolventen verfügbar. Ausserdem wird berechnet, dass der gesamte Nachwuchs in der Schweiz ausgebildet werden soll, was aufgrund der Internationalisierung noch einmal genauer geprüft werden sollte (siehe der Beitrag zum "Ausländerproblem" in den Medizinalberufen).
  • Gesundheitsstatistik 2014 vom 4.11.2014 Diese Publikation gibt einen Überblick über das Thema Gesundheit. Sie präsentiert insbesondere die wichtigsten Ergebnisse der letzten Schweizerischen Gesundheitsbefragung, die 2012 durchgeführt wurde. Sie behandelt die Rahmenbedingungen und die Determinanten, die den Gesundheitszustand beeinflussen, die Gesundheit der Bevölkerung, die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen, das Gesundheitssystem sowie dessen Kosten und Finanzierung.

Gesundheitskosten

  • 2011 Mitteilung Gesundheitskosten 2011 News.admin.ch 64,6 Milliarden Franken, das sind 680 Franken pro Person und Monat. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Gesundheitsausgaben um 3,4 Prozent oder um 19 Franken pro Person und Monat. Das Verhältnis der Gesundheitsausgaben zum Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg leicht an und erreichte 2011 einen Stand von 11,0 Prozent (10,9% im Vorjahr).
  • Anpassung Ärztetarif Tarmed Bundesrat schafft Ressourcen Bern, 22.05.2013 - Seit Anfang 2013 hat der Bundesrat die Kompetenz, die Struktur des Ärztetarifs Tarmed anzupassen. Der Bundesrat ist bereit, von dieser Kompetenz auch tatsächlich Gebrauch zu machen, falls es die Situation erfordert und sich die Tarifpartner nicht einigen. Damit diese Möglichkeit auch wahrgenommen werden kann, will der Bundesrat zusätzliche Stellen schaffen.
  • Die Hausarztmedizin soll weiter aufgewertet werden Bern, 27.09.2013 - Die Hausärztinnen und Hausärzte erhalten schnell konkrete Verbesserungen und die medizinische Grundversorgung wird gestärkt. Dafür sorgen der Masterplan "Hausarztmedizin und medizinische Grundversorgung" sowie ein direkter Gegenentwurf zur Volksinitiative „Ja zur Hausarztmedizin“. Weil damit ihre Anliegen erfüllt sind, haben die Initianten ihr Volksbegehren heute zurückgezogen. Über den Gegenentwurf stimmt das Volk im nächsten Jahr ab.
  • Bundesamt für Gesundheit senkt die Preise von rund 500 Arzneimitteln Bern, 1.11.2013 Die Überprüfung der Arzneimittel entlastet die obligatorische Krankenpflegeversicherung um mindestens weitere 200 Millionen Franken pro Jahr. Das Bundesamt für Gesundheit hat bei rund 500 von 800 untersuchten Arzneimitteln per 1. November 2013 Preissenkungen verfügt.
  • Die Hausärzte sollen für ihre Leistungen besser entschädigt werden Bern, 16.12.2013 - Die Menschen in der Schweiz sollen auch in Zukunft überall Zugang haben zu einer medizinischen Grundversorgung von hoher Qualität. Um dies sicher zu stellen, will der Bundesrat die Hausärztinnen und Hausärzte sowie die anderen Grundversorger stärken und auch finanziell besser stellen. Die ärztlichen Grundversorger sollen künftig für jede Konsultation einen Zuschlag erhalten. Um die bessere Abgeltung von rund 200 Millionen Franken pro Jahr kostenneutral zu gestalten, sollen die Ansätze für bestimmte technische Leistungen sinken. Der entsprechende Verordnungsentwurf geht nun in die öffentliche Anhörung.

Maturanoten als Zulassungskriterium