Vorbereitungsreport

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Version vom 8. September 2014, 06:35 Uhr von Haensgen (Diskussion | Beiträge) (Was ist 2014 passiert?)

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Man muss sich vorbereiten - kann dies aber mit der offiziell empfohlenen Strategie ebenso gut

Von Beginn des EMS existieren kommerzielle Trainingsanbieter, die gern den Eindruck erwecken, dass man nur erfolgreich sein kann, wenn man einen solchen Kurs besucht.

In den früheren Jahren wurde diese Frage dreimal ausführlich untersucht [1][2][3], die Frage anhand der in Deutschland vorliegenden Ergebnisse auch auf dem Symposium vor Einführung des EMS erörtert[4]. In keiner Untersuchung wurde eine Unterlegenheit der selbständigen Vorbereitung anhand des offiziellen Materials nachgewiesen - die gemeinsame Vorbereitung ist dabei am besten. Man muss sich allerdings vorbereiten, um sich mit den Aufgaben vertraut zu machen, um sein Fähigkeitsniveau optimal umsetzen zu können.

Das "Geschäft mit der Angst" findet man bei nahezu allen bedeutenden Zulassungstests dieser Welt und es war unser Anliegen, Fakten und Fiktionen auf der Basis der wissenschaftlichen Ergebnisse zu trennen. Gerade wei der EMS kein Wissenstest ist. "Pauken" wenig hilft und die eigentliche Grenze die relativ stabilen Fähigkeiten sind, sind die Möglichkeiten der Verbesserung limitiert. Es gibt seriöse Anbieter, welche zu fairen Bediingungen die Vorbereitung unterstützen. Nicht jeder kann sich selbst so ausreichend moivieren, den nötigen Aufwand aufzubringen. Man kann es aber auch selbst tun - und man kann sein Fähigkeitsniveau optimal umsetzen.

Was ist 2014 passiert?

Die Nichtwertung der 14 Aufgaben 2014 hat auch eine Diskussion ausgelöst, ob der Besuch eines Trainingskurses sinnvoll oder gar notwendig ist, um zugelassen zu werden. Hier muss man sehr genau hinschauen, denn diese Botschaft wäre natürlich für die Vorbereitungsindustrie die ideale Werbung. Da der Diebstahl von Aufgaben genau eingegrenzt werden konnte, werden diese Aufgaben nicht mehr für das Ersetzungsprogramm verwendet. Diese Quelle ist also versiegt.

Unfreiwillig lieferte die Analyse der Version 2014 auch einen Beleg, dass das Trainig zumindest viel weniger wirksam ist als behauptet:

Sogar bei vorher bekannten Aufgaben führen Trainingskurse nicht dazu, dass sich die „Trainierten“ deutlich von den anderen absetzen. Und bei den vorher für alle unbekannten Aufgaben zeigt sich kein nachweisbarer Effekt für Gruppen, die am wahrscheinlichsten an Trainingskursen teilnahmen (deren Leistungen in den vorher bekannten Aufgaben tendenziell besser waren). Hier entscheidet vor allem die Fähigkeit über die Lösungswahrsheinlichkeit. Diese Fähigkeit ist ein relativ stabiles Persönlichkeitsmerkmal, was man auch durch die Trainingskurse nicht so einfach ändern kann.

Die Analysen dazu sind hier dargestellt. Dass "Viel hilft viel" nicht für die aufgewendete Zeit gilt, wurde in den Vorbereitungsreports auch bestätigt. Möglicherweise sind die Kursteilnehmer durch die angebotene Menge in diesen Kursen auch so überfordert, dass sie sich die Aufgaben mit ihren Lösungen gar nicht merken können.

Ergebnisse der Befragung 2014

Was bleibt

Es bleiben drei Dinge gültig:

  • Man muss sich vorbereiten, sich mit den Aufgabentypen vertraut machen und darf während des Tests keine Zeit verlieren, die Instruktionen zu lesen oder die Anforderungen zu verstehen. Personen mit sehr geringer Vorbereitungszeit errechen auch niedrigere Ergebnisse - haben den Test vielleicht nicht ernst genug genommen, sind nicht motiviert o.ä.
  • Man kann durch selbständige Vorbereitung mit den öffentlich zugänglichen Vorbereitungsmaterialien (oder noch besser gemeinsame Vorbereitung in Gruppen) genauso erfolgreich sein, wie durch den Besuch kommerzieller Vorbereitungskurse. Natürlich ist ein solcher Kursbesuch auch motivierend, weil Impulse "von aussen" gesetzt werden. Einige Anbieter betonen genau diesen Aspekt der Gemeinsamkeit und der Vorgabe, was man bis wann tun sollte und bekämpfen so gemeinsam mit den Teilnehmern den "inneren Schweinehund". Dabei werden auch moderne medien genutzt - und häufig sogar die "offiziellen" veröffentlichten Originalversionen. Dies ist auch nicht immer teuer. Dagegen ist nichts einzuwenden, solange man nicht NUR durch diese Kursbesuche einen Vorteil erzielen kann.
  • Die empfohlene Vorbereitung ist ebenso effektiv wie der Besuch professioneller Trainingskurse.

Einzelnachweise und Fussnoten

  1. Vorbereitungsreport 2005 * Vorbereitung auf den EMS – was und wie viel ist richtig?
  2. Vorbereitungsreport 2004
  3. Vorbereitungsreport 2003
  4. Die Trainierbarkeit von Testleistungen im Zusammenhang mit einem Eignungstest für das Medizinstudium in der Schweiz Rainer Hofer & Klaus-Dieter Hänsgen S. 82 ff Bericht 3 des ZTD 1996