Diskussion:EMS
Inhaltsverzeichnis
- 1 ÜBERSCHRIFT
- 2 "Evolutionäre Weiterentwicklung" des Zulassungsverfahrens
- 3 xxx
- 4 Fictions and Facts zu EMS und NC (Handout Vortrag Zürich)
- 5 Mythos Soziale Kompetenz als Berufseignung
- 5.1 Soziale Kompetenz ist wichtig, aber diese berufsspezifischen Fähigkeiten können vor dem Studium noch gar nicht vorhanden sein
- 5.2 Was man vor dem Studium prüfen kann, sind bestimmte Voraussetzungen, dass man das im Studium lernen kann
- 5.3 Diese Prüfung ist sehr aufwändig und teuer (Interviews, Rollenspiele etc), kaum für alle Bewerbungen zu machen
- 5.4 Verfälschbarkeit durch unehrliche Beantwortung von Fragen und eine hohe Trainierbarkeit sind Störfaktoren
- 5.5 Es gibt keine überzeugenden wissenschaftlichen Untersuchungen, die (1) einen Zusammenhang mit Berufseignung feststellen, wiel man sich auch nicht einig ist, was das ist und ob es die eine Berufseignung innerhalb der Medizin gibt
- 5.6 Es gibt auch keine überzeugenden wisssenschaftlicheen Untersuchungem, die (2) eine Verbesserung der Vorhersage der Studieneignung bringen. Interviews schneiden im S^Durchschnitt sogar am schlechtesten ab.
ÜBERSCHRIFT
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"Evolutionäre Weiterentwicklung" des Zulassungsverfahrens
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Wie z.B. die NZZ am 2.11.15 meldete, wird eine Arbeitsgruppe der Schweizerischen Hochschulkonferenz (SHK) "Effizienz und Kosten sowie alternative Verfahren für den Eignungstest als Zulassungsverfahren zum Medizinstudium in der Schweiz prüfen". Diskussionen über die Weiterentwicklung sind nötig und erfolgten auch bisher. Die Vorkommnisse der vorherigen Bekanntheit einzelner Aufgaben und einzelne Initiativen, die Zulassunsgkriterien selbst zu ändern oder zu ergänzen, sind einzubeziehen (so das "israelische Modell", was auf eine Ergänzung durch ein Assessment zur Erfassung sozialer Kompetenzen hinausläuft [1], die Lösung durch Praktika oder die von einzelnen Fakultäten gewünschte Berücksichtigung mathematisch-naturwissenschaftlicher Kenntnisse, weil der Wissensstand zu Studienbeginn zu unterschiedlich sei).
Da vor jeder Therapie eine umfassende Diagnostik steht, hat das für den EMS konzeptionell zuständige ZTD zuhanden dieser Arbeitsgruppe ein Papier mit den verschiedenen Optionen von Zulassungverfahren, ihrer wissenschaftlichen Fundierung und Auswirkung auf die Auswahl verfasst. Es ist ergebnisoffen quasi eine "Speisekarte", welche die verschiedenen international angewendeten Verfahren in ein System bringt. Dieses Papier kann als Ausgangspunkt der Diskussionen dienen. Zwei Fragen stehen im Mittelpunkt:
Weil die Diskussion ohnehin auf verschiedenen Ebenen läuft und auch die (Fach-)Öffentlichkeit diese Fragen diskutiert, werden wir dieses Papier in der Schweizerischen Ärztezeitung (vorauss. am 25.11.) publizieren und einem breiterem Publikum vorstellen. Wir verbinden damit die Hoffnung, dass der Komplexität der Fragestellung angemessene Lösungen gesucht werden, die zugleich wissenschaftlich ausreichend fundiert und effizient sind. Eine Tatsache sollte dabei nicht untergehen: die kognitive Studierfähigkeit, heute ausschliesslich verwendet und gemessen mit dem EMS, hat sich bewährt: Die Absolventenrate liegt an allen Universitäten mit NC mittlerweile über 90% der Anfänger, die Vorhersagegüte für Sudienerfolg ist weiterhin gut[3] und das für die Ausbildung investierte Geld gut angelegt und nicht durch Studienabbrüche verloren. Sein Problem war die Testsicherheit (auf eine Aufgabenwiederholung muss man zumindest bis zum befriedigenden Abschluss der rechtlichen Auseinandersetzungen nun ganz verzichten). Dies wird man beheben können[4] und so einen der besten Studierfähigkeitstests im internationalen Masstab als Modul erhalten können, wenn man dies will.
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Je nach den gewählten Zulassungszielen stehen diese Methoden zur Auswahl, die international erprobt sind.
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xxx
Fictions and Facts zu EMS und NC (Handout Vortrag Zürich)In Zürich werden sowohl der NC in Medizin (wieder einmal) in Frage gestellt, als auch eine breitere Einführung in den Sozialwissenschaften gefordert. Dabei darf man nicht ausser Acht lassen, wie die Situation im Fach Medizin wirklich ist - entsprechende Zahlen und Fakten wurden hier in einem Handout (Vortrag für der Medizinischen Fakultät Zürich) zusammengefasst. Die Essentials:
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50% müssen heute in Universitäten ohne NC herausgeprüft werden. In den Universitäten mit NC hat jeder eine Chance auf einen Abschluss - ohne NC müssten 75% herausgeprüft werden. |
Mythos Soziale Kompetenz als Berufseignung
Soziale Kompetenz ist wichtig, aber diese berufsspezifischen Fähigkeiten können vor dem Studium noch gar nicht vorhanden sein
Was man vor dem Studium prüfen kann, sind bestimmte Voraussetzungen, dass man das im Studium lernen kann
Bei Befragungen Gefahr von Lippenbekenntnissen ("*Opferbereitschaft")
Diese Prüfung ist sehr aufwändig und teuer (Interviews, Rollenspiele etc), kaum für alle Bewerbungen zu machen
Verfälschbarkeit durch unehrliche Beantwortung von Fragen und eine hohe Trainierbarkeit sind Störfaktoren
Es gibt keine überzeugenden wissenschaftlichen Untersuchungen, die (1) einen Zusammenhang mit Berufseignung feststellen, wiel man sich auch nicht einig ist, was das ist und ob es die eine Berufseignung innerhalb der Medizin gibt
Es gibt auch keine überzeugenden wisssenschaftlicheen Untersuchungem, die (2) eine Verbesserung der Vorhersage der Studieneignung bringen. Interviews schneiden im S^Durchschnitt sogar am schlechtesten ab.
- ↑ Dazu siehe Artikel SÄZ, wo wir dies einordnen und einige Voraussetzungen darstellen
- ↑ Solche Langzeitvorhersagen sind in der Eingnungsdiagnostik mehrfach untersucht und es gilt: Je länger der Vorhersagezeitraum ist und je mehr Entwicklung darin stattfindet (immerhin ein komplettes Studium), umso ungenauer werden die Prognosen, umso mehr können Defizite ausgeglichen werden oder vorhandene Vorteile schwinden. Die Zulassung selbst ist aber darauf angewiesen, dass die Studienplätze fair verteilt werden und ein "Rechtfertigungszusammenhang" zwischen Kriterium und Erfolg ausreichend begründet ist
- ↑ Im Vorbereitungsreport 2014 wird nachgewiesen, dass offenbar durch eine Überflutung mit Material eine Gruppe, die am wahrscheinlichsten am Training teilgenommen hat, wirklich statistisch deutlich nachweisbar bessere Leistungen erzielte
- ↑ Für 2015 bestand Hoffnung auf eine sichere rechtliche Lösung, der komplette Ersatz aller Aufgaben war aus Zeitgründen noch nicht möglich, weil diese Aufgaben hinreichend entwickelt und erprobt sein müssen. Für 2016 sieht die Situation nun schon anders aus.