EMSwerkstatt
Die Schweizer Medizin und die AusländerInnen
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Die Angst vor "Überfremdung" macht auch nicht vor dem Medizinalbereich halt, ob und wie weit die Schweiz ihre eigene Identität schützen soll und muss, möge in der politischen Diskussion ausführlichst diskutiert werden - dabei sollte aber nur mit Fakten argumentiert werden, die wirklich stimmen. NICHT RICHTIG ist, dass die Medizin-Ausbildungsplätze in der Schweiz durch Personen aus dem Ausland "blockiert" werden. Die Schweiz hat Zulassungsregeln zum Studium, welche den Zugang ausländischer Studierender ohne Bezug zur Schweiz (u.a. eigene Niederlassung oder die der Eltern, "schweizerische Verheiratung", 5 Jahre Wohnsitz und Arbeitsbewilligung). Die nebenstehende Grafik zeigt, dass wirklich vor allem SchweizerInnen in den Universitäten studieren - besonders in den Universitäten mit NC[1] Kleiner Länder mit der gleichen Sprache grosser Nachbarländer in der EU (Belgien, Österreich) haben es da schwerer. Weil es überall einen NC gibt, nutzen "NC-Flüchtlinge" dies als zweite Chance. Östereich sah sich zu einer Quotenregelung gezwungen (20% der Plätze für EU-Bürger, 5% für Nicht-EU-Bprger), die von der EU nur zeitweise "geduldet" wird und immer wieder vor der Abschaffung steht.
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Beim Vergleich Zulassungen: Absolventen hat sich die "Schere" für die Unis mit NC geschlossen - die begrenzten Kapazitäten werden effektiver bewirtschaftet. Zu Universitäten ohne NC bleibt ein Unterschied. |
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- ↑ Mehr Details siehe Bericht 18 des ZTD S. 11 ff. In Genf gelten zusätzlich besondere Regelungen (Rücksicht auf Kinder der dort lebenden Diplomaten), dass der Ausländeranteil bei Doktoratsstudien zumindest etwas höher ist, sollte im Interesse der internationalen Vernetzung sogar ausgebaut werden, denn viele SchweizerInnen verlassen im Rahmen von Austauschprogrammen dann auch die Schweiz und lernen dort Neues.