Zulassung Medizin international

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Version vom 17. August 2015, 19:50 Uhr von Haensgen (Diskussion | Beiträge) (Sonstige Methoden)

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Übersichten allgemein

Was wird verwendet?

Man kann folgende Komponenten unterscheiden, die einzeln oder kombiniert angewendet werden. Einige Auswahlverfahren sind dabei mehrstufig, vor allem bei grösseren Bewerberzahlen: (1) Vorauswahl aufgrund eines Test und (2) Anwendung aufändiger Intervew- und Assessmentverfahren.

Tests

  • Sprachkenntnis (für Zulassungen aus dem Ausland)
  • Schulwissen (vor allem in Ländern mit heterogenen Schulsystemen oder Zulassungen aus dem Ausland)
  • Denken und Problemlösen ("Reasoning", logisches Denken)
  • andere kognitive Fähigkeiten wie Konzentration, Gedächtnis, Wahrnehmung ("Werkzeugfunktionen")
    • Für beides kann man "intelligenztestnah" mit allgemeinem Material arbeiten oder die Aufgaben anforderungsspezifisch an Studien- oder Berufsanforderungen orientieren

Sonstige Methoden

  • Ausdrucksfähigkeit (schriftliche Essays. Motivationsschreiben, die nach bestimmten Kriterien standadisiert bewertet werden)
  • standardisierte Interviews (geschulte Interviewer beurteulen nach einheitlichen Kriterien)
  • sonstige Assessments (standardisierte Problemsituationen, auf die zu reagieren ist, Beurteilung vergleichbar wie Interviews)
  • Biografische Methoden: Einbezug von Vorerfahrungen, Berufserfahrungen, sozialem Engagement etc., die ggf.zu Bonifikationen führen

Wie wird idealerweise ein Zulassungstest eintwickelt? =

  • Definition des Zielkriteriums (Studieneignung, Berufseignung)
  • Anforderungsanalyse zur Identifikation der einzelnen Anforderungen
  • Definition von "Untertests" zur Erfassung der Fähigkeiten, diese Anforderungen zu erfüllen
  • Konstruktion von Aufgaben und idealerweise Aufgabenerprobung (siehe Testschutz beim EMS)
  • Testung und Auswahl der Personen, die ein bestimmtes Kriterium erfüllen oder kapazitätsgenaue Auswahl aus der Rangreihe nach dem Ergebnis ("wettbewerbsorientiertes Reihungsverfahren")

Methoden nach Ländern

Australien

Belgien

Deutschland

  • TMS Partnertest des EMS
  • HAM (entwickelt in HAMburg)
    • HAM-NAT Wissenstest Mathematik, Physik, Chemie, Biologie Der HAM-Nat ist ein Multiple-Choice-Test mit Fragen zu medizinisch relevanten Aspekten der Fächer Mathematik, Physik, Chemie und Biologie. Der Naturwissenschaftstest HAM-Nat wird ca. um 09:00 Uhr beginnen und insgesamt (Einlass, Begrüßung, Austeilen der Testunterlagen etc.) bis 12:30 Uhr dauern. Die reine Testzeit beträgt ca. 120 Minuten, in denen 80 Multiple-Choice-Aufgaben bearbeitet werden müssen.
    • HAM-INT Das HAM-Int ermittelt psychosoziale Kompetenzen und besteht aus mindestens acht Kurzgesprächen mit einer Dauer von jeweils fünf Minuten zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten und wird dieses Jahr erstmalig um eine 20-minütige Gruppenaufgabe erweitert. Das HAM-Int dauert ca. 5 Stunden (Einlass, Begrüßung, Durchführung, Wartezeit zwischen den Bestandteilen des HAM-Int) und wird aus Kapazitätsgründen in mehrere Durchläufe aufgeteilt.
    • HAM-MRT Mentales Rotieren Zahnmedizin
    • HAM-Man Drahtbiegeprobe Zahnmedizin

Grossbritannien

  • BMAT BioMedial Admissions Test
    • Aptitude and Skills (Problem solving, understanding arguments, data analysis and inference) 35 MC-Fragen, 60 Minuten
    • Scientific Knowledge and Applications (The ability to apply scientific knowledge typically covered in school Science and Mathematics by the age of 16 (for example, GCSE in the UK and IGCSE internationally), 27 MC-Fragen, 30 Minuten
    • Writing task The ability to select, develop and organise ideas, and to communicate them in writing, concisely and effectively. One writing task from a choice of four questions 30 Minuten

Israel

  • Psychometric Entrance Test (PET) des NITE Der PET IST mit dem Schweizer Eignungstest für das Medizinstudium (EMS) vergleichbar, erfasst ebenso «Fähigkeiten, die für akademische Studien erforderlich sind» [2] (verbal reasoning, quantitative reasoning, English). Die ersten beiden Faktoren sind nahezu identisch abgedeckt. Sprachkenntnisse müssen wir in der Schweiz nicht testen.

Indien

Italien

Japan

Kanada

Niederlande

Leiden: BioMedical Admissions Test (BMAT) Leiden entspricht fast dem BMAT Grossbritannien

Österreich

  • MedAT
    • BMS Basiskenntnistest schulisches Vorwissen über medizinrelevante Grundlagenfächer, insbesondere Biologie, Chemie, Physik und Mathematik
    • KFF Kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten 5 Aufgabengruppen, nahe an Intelligenztestaufgaben
    • TV Textverständnis
    • SE Soziales Entscheiden (MC) Eigenschaft, Entscheidungen in sozialen Kontexten hinsichtlich ihrer Bedeutung zu reihen. Beispielaufgaben
    • MF Manuelle Fertigkeiten (Zahnmedizin) Drahtbiegen und Spiegelzeichnen
  • Spezielle Tests der privaten Universität Salzburg und der neugegründeten Karl-Landsteiner-Universität Krems

Pakistan

Schweden

USA