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Pressmeldungen und andere Quellen zu Themen, die im BLOG behandelt werden


NC abschaffen?

Ärztemangel?

Studien und Berichte

  • Ärztedemografie und Reform der ärztlichen Berufsbildung. Schweizerischer Wissenschafts- und Technologierat. Bern 6. September 2007. Das Mandat des Staatsekretariates für Bildung und Forschung SBF an den SWTR sollte folgende Kernfrage klären: Werden für die künftigen Bedürfnisse des schweizerischen Gesundheitssystems genügend und die richtigen Ärztinnen und Ärzte ausgebildet? - Die Anzahl der Studienplätze an den medizinischen Fakultäten soll um 20% erhöht werden. Es handelt sich dabei um eine Schätzung auf der Basis des vorliegenden Berichts. Die Erhöhung der Studienplätze darf nicht auf Kosten der Qualität der Ausbildung gehen, d.h. die Betreuungsverhältnisse, die mit der Studienreform verbessert wurden, sollen beibehalten werden.
  • Strategie gegen Ärztemangel und zur Förderung der Hausarztmedizin vom 23.11.2011 Bericht des Bundesrates in Erfüllung der Motion 08.3608 von Nationalrätin Jacqueline Fehr Strategievorschläge zur Ausbildung, Weiterbildung, Berufsausübung, Vergütung
    • In Bezug auf die Diplomabschlüsse in Humanmedizin muss eine Annahme des Obsan-Berichtes inzwischen korrigiert werden. Aufgrund bereits erfolgter Kapazitätserhöhungen der medizinischen Fakultäten und aufgrund neuer Berechnungen des BFS6

In den Prognosen unberücksichtigt geblieben sind zudem die ambulanten Leistungen der Spitäler sowie die Veränderungen, die von der KVG-Revision im Bereich der Spitalfinanzierung und der damit verbundenen Einführung der leistungsbezogenen Fallpauschalen im stationären Bereich erwartet werden: Eine geringere Spitalaufenthaltsdauer sowie allgemeine Prozessoptimierungen, die zu Effizienzsteigerungen führen werden. Als Folge davon könnte die gleiche Leistung mit weniger (ärztlichem und nicht-ärztlichem) Personal erreicht werden. werden deutlich höhere Abschlusszahlen erwartet als prognostiziert: Statt 700, wie angenommen, werden ab 2015 zwischen 850 - 900 diplomierte Ärztinnen und Ärzte die schweizerischen Universitäten verlassen.

    • A. Die Schweiz muss mehr Ärztinnen und Ärzte ausbilden. Der in diesem Bericht geschätzte Ausbildungsbedarf von 1200 - 1300 Diplomen pro Jahr ist auf eine Stabilisierung und nicht auf eine Vergrösserung des heute verfügbaren ärztlichen Arbeitsvolumens ausgerichtet
    • B. Die Verluste an ausgebildeten Ärztinnen und Ärzte müssen minimiert und die Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern in Bezug auf die Wahl der Spezialisierung verbessert werden.
    • Der Numerus Clausus soll kombiniert mit einem Eignungstest an Deutschschweizer Universitäten beibehalten werden.
    • Die Einführung des Numerus Clausus kombiniert mit einem Eignungstest sollte in der französischen Schweiz geprüft und allenfalls eingeführt werden.
    • Der Eignungstest oder andere kognitive Verfahren können allenfalls mit Selbsteinschätzungstests kombiniert werden. Dies erlaubt die Studieneignung zu beurteilen und gibt den zukünftigen Studierenden auch die Möglichkeit, die ihre Berufseignung besser beurteilen zu können.

• Es sollte geprüft werden, wie weit fehlende klinische Kapazitäten

Presse

  • Ärztemangel und Pflegenotstand? Freiburger Nachrichten von Felix Schneuwly 13.1.2013 "Es gibt zu wenig Ärzte und Pflegepersonal", behaupten immer wieder Fachleute, die im Gesundheitswesen ihr Geld verdienen. Und immer, wenn ein angebliches Problem die öffentliche Diskussion dominiert, fühlen sich Politiker berufen, dieses mit ihrem einzigen Werkzeug, der Regulierung, zu lösen. Es lohnt sich aber, die Situation zuerst genauer zu analysieren, bevor mit wilder Regulierungshektik Probleme eher geschaffen oder verschärft, statt gelöst werden. Schauen wir uns also das medizinische Versorgungsangebot in der Schweiz etwas genauer an und überlegen uns, ob es auch andere Lösungsansätze für die zukünftige medizinische Versorgung geben könnte, als einfach blind das ausbauen, was wir heute bereits haben.

Kosten der Ausbildung und Ausbau Klinikkapazitäten

  • Ärztemangel gibt es nicht von Benjamin Tommer NZZaS vom 27.11.11 Wie teuer die Ausbildung eines Arztes ist, ist nicht exakt geklärt. Eine Studie im Auftrag der Universitätskonferenz kam 2002 zum Schluss, dass die sechsjährige Ausbildung bis zum Staatsexamen pro Kopf auf durchschnittlich 522 000 Franken zu stehen kommt. Die Berechnung beruht allerdings auf Zahlen von 1999. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) wies 2006 in einer eigenen Studie Ausbildungskosten von 720 000 Franken aus. Die Schätzung der Universitätskonferenz geht heute bis zu einer Million. Hinzu kommt die anschliessende sechs- bis siebenjährige Weiterbildung und Spezialisierung. Sie kostet gemäss BAG weitere 300 000 bis 500 000 Franken, bei gewissen Fachrichtungen sogar noch mehr
  • 300 Ärzte mehr pro Jahr NZZ vom 23.8.12 Die Zahl der Studienplätze an den medizinischen Fakultäten wird bis 2018 auf 1100 erhöht. Wie sich Bund und Kantone die Mehrkosten teilen, ist noch offen.

Ärzte-Statistiken

Kommentar KDH: In ärztlichen Praxen beträgt der Anteil Ärztinnen/Ärzte nach Diplomherkunft Schweiz 85.9% (2008) bzw. 82.6% (2011) (also 3.3% Rückgang). Die Zahl der Ärzte ist im gleichen Zeitraum von 6904 auf 7259 Grundversorger gestiegen. Das sind 5% mehr - nicht nur Ausländer sind also "zugeströmt". Die Zahl der Spezialisten stagniert (8834/8801, hier wirkt der Zulassungsstopp)
Auf dieser Studie beruhen vor allem die heutigen Sorgen, das "möglicherweise" nicht genügend Nachwuchs für die aus Altergründen ausscheidenden Ärztinnen und Ärzte ausgebildet wird. Zum einen geht die Studie von einer Absolventenquote von 60% (wie in den Zeiten vor dem NC) aus, heute sind mit NC 80% realistisch. Mit 20% Kapazitätsausbau und 20% mehr Abschlüssen wären schon 40% mehr Absolventen verfügbar. Ausserdem wird berechnet, dass der gesamte Nachwuchs in der Schweiz ausgebildet werden soll, was aufgrund der Internationalisierung noch einmal genauer geprüft werden sollte (siehe der Beitrag zum "Ausländerproblem" in den Medizinalberufen).

Gesundheitskosten

  • 2011 Mitteilung Gesundheitskosten 2011 News.admin.ch 64,6 Milliarden Franken, das sind 680 Franken pro Person und Monat. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Gesundheitsausgaben um 3,4 Prozent oder um 19 Franken pro Person und Monat. Das Verhältnis der Gesundheitsausgaben zum Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg leicht an und erreichte 2011 einen Stand von 11,0 Prozent (10,9% im Vorjahr).

Maturanoten als Zulassungskriterium


Medien sind zugleich Ventilatoren des Substanzlosen und Präservative des Wesentlichen. Wiglaf Droste