Zulassung Medizin international: Unterschied zwischen den Versionen

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* [https://www.aamc.org/students/applying/mcat/ Medical College Admission Test (MCAT)]
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* [https://www.aamc.org/students/applying/mcat/ Medical College Admission Test (MCAT)] siehe [https://en.wikipedia.org/wiki/Medical_College_Admission_Test auch hier]
 
* Interessant auch: [https://en.wikipedia.org/wiki/Grading_%28education%29 GPA]  
 
* Interessant auch: [https://en.wikipedia.org/wiki/Grading_%28education%29 GPA]  
 
* "Holistic Admissions" Fazit: Eine Beschäftigung ist sinnvoll, holistisch heisst aber nicht esoterisch. Es braucht ebenso einen Nachweis, dass die ausgewählten Personen erfolgreich in Studium und Beruf sind. Alle Methoden, "soft skills" zu erfassen, haben die bekannten Verfälschungsprobleme, wenn sie auf Urteilsmethoden beruhen. Auch die Trainierbarkeit ist eine Einflussgrösse - man kann erfolgreich trainieren, auch dies ist aber ggf. teuer (das können nur erfahrene Trainer). Interviews und Assessments sind aufwändig und teuer, erfordern gutes Training der Beurteiler, davon mehrere pro beurteiilte Person und eine Mindestzeit. In Mehrstufen-Auswahlverahren können die hier entwickelten Gedanken durchaus bereichern - wenn man deren Einführung ebenso auf wissenschaftlichen Kriterien erwägt wie heute den Test. Ein Grund der Einführung ist auch, dass viele angewendeten Tests Wissenstests (Schulwissen) sind oder solche Komponenten enthalten. In Ländern mit heterogenen Bildungssystemen sieht man darin ein Fairnessproblem, dass bestimmte Schichten dadurch eine geringere Chance auf ein Studium haben. Von diesen wollte man sich dadurch auch abgrenzen. Lernfähigkeit zu erfassen zählt schon zum holistic  
 
* "Holistic Admissions" Fazit: Eine Beschäftigung ist sinnvoll, holistisch heisst aber nicht esoterisch. Es braucht ebenso einen Nachweis, dass die ausgewählten Personen erfolgreich in Studium und Beruf sind. Alle Methoden, "soft skills" zu erfassen, haben die bekannten Verfälschungsprobleme, wenn sie auf Urteilsmethoden beruhen. Auch die Trainierbarkeit ist eine Einflussgrösse - man kann erfolgreich trainieren, auch dies ist aber ggf. teuer (das können nur erfahrene Trainer). Interviews und Assessments sind aufwändig und teuer, erfordern gutes Training der Beurteiler, davon mehrere pro beurteiilte Person und eine Mindestzeit. In Mehrstufen-Auswahlverahren können die hier entwickelten Gedanken durchaus bereichern - wenn man deren Einführung ebenso auf wissenschaftlichen Kriterien erwägt wie heute den Test. Ein Grund der Einführung ist auch, dass viele angewendeten Tests Wissenstests (Schulwissen) sind oder solche Komponenten enthalten. In Ländern mit heterogenen Bildungssystemen sieht man darin ein Fairnessproblem, dass bestimmte Schichten dadurch eine geringere Chance auf ein Studium haben. Von diesen wollte man sich dadurch auch abgrenzen. Lernfähigkeit zu erfassen zählt schon zum holistic  

Version vom 17. August 2015, 20:26 Uhr

Dies ist eine Werkstatt und unter ständiger Bearbeitung

Übersichten allgemein

Was wird verwendet?

Man kann folgende Komponenten unterscheiden, die einzeln oder kombiniert angewendet werden. Einige Auswahlverfahren sind dabei mehrstufig, vor allem bei grösseren Bewerberzahlen: (1) Vorauswahl aufgrund eines Test und (2) Anwendung aufwändiger Interview- und Assessmentverfahren auf einen vorausgewählten kleineren Personenkreis und weitere Auswahl. Da letztere Methoden zumeist teurer sind, bleiben diese vom Aufwand her bewältigbar.

standardisierte Tests

  • Sprachkenntnis (für Zulassungen aus dem Ausland)
  • Schulwissen (vor allem in Ländern mit heterogenen Schulsystemen oder Zulassungen aus dem Ausland)
  • Denken und Problemlösen ("Reasoning", logisches Denken)
  • andere kognitive Fähigkeiten wie Konzentration, Gedächtnis, Wahrnehmung ("Werkzeugfunktionen")
    • Für beides kann man "intelligenztestnah" mit allgemeinem Material arbeiten oder die Aufgaben anforderungsspezifisch an Studien- oder Berufsanforderungen orientieren

Sonstige psychodiagnostische Methoden

  • Ausdrucksfähigkeit (schriftliche Essays. Motivationsschreiben, die nach bestimmten Kriterien standadisiert bewertet werden)
  • standardisierte Interviews (geschulte Interviewer beurteulen nach einheitlichen Kriterien)
  • sonstige Assessments (standardisierte Problemsituationen, auf die zu reagieren ist, Beurteilung vergleichbar wie Interviews)
  • Biografische Methoden: Einbezug von Vorerfahrungen, Berufserfahrungen, sozialem Engagement etc., die ggf.zu Bonifikationen führen

Wie wird idealerweise ein Zulassungstest eintwickelt?

  • Definition des Zielkriteriums (Studieneignung, Berufseignung)
  • Anforderungsanalyse zur Identifikation der einzelnen Anforderungen
  • Definition von "Untertests" zur Erfassung der Fähigkeiten, diese Anforderungen zu erfüllen
  • Konstruktion von Aufgaben und idealerweise Aufgabenerprobung (siehe Testschutz beim EMS)
  • Testung und Auswahl der Personen, die ein bestimmtes Kriterium erfüllen (und dann ggf. weitere Auswahl) oder kapazitätsgenaue Auswahl aus der Rangreihe nach dem Ergebnis ("wettbewerbsorientiertes Reihungsverfahren")

Methoden nach Ländern

Australien

Belgien

Deutschland

  • TMS Partnertest des EMS
  • HAM (entwickelt in HAMburg)
    • HAM-NAT Wissenstest Mathematik, Physik, Chemie, Biologie Der HAM-Nat ist ein Multiple-Choice-Test mit Fragen zu medizinisch relevanten Aspekten der Fächer Mathematik, Physik, Chemie und Biologie. Der Naturwissenschaftstest HAM-Nat wird ca. um 09:00 Uhr beginnen und insgesamt (Einlass, Begrüßung, Austeilen der Testunterlagen etc.) bis 12:30 Uhr dauern. Die reine Testzeit beträgt ca. 120 Minuten, in denen 80 Multiple-Choice-Aufgaben bearbeitet werden müssen.
    • HAM-INT Das HAM-Int ermittelt psychosoziale Kompetenzen und besteht aus mindestens acht Kurzgesprächen mit einer Dauer von jeweils fünf Minuten zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten und wird dieses Jahr erstmalig um eine 20-minütige Gruppenaufgabe erweitert. Das HAM-Int dauert ca. 5 Stunden (Einlass, Begrüßung, Durchführung, Wartezeit zwischen den Bestandteilen des HAM-Int) und wird aus Kapazitätsgründen in mehrere Durchläufe aufgeteilt.
    • HAM-MRT Mentales Rotieren Zahnmedizin
    • HAM-Man Drahtbiegeprobe Zahnmedizin

Grossbritannien

  • BMAT BioMedial Admissions Test (siehe auch hier)
    • Aptitude and Skills (Problem solving, understanding arguments, data analysis and inference) 35 MC-Fragen, 60 Minuten
    • Scientific Knowledge and Applications (The ability to apply scientific knowledge typically covered in school Science and Mathematics by the age of 16 (for example, GCSE in the UK and IGCSE internationally), 27 MC-Fragen, 30 Minuten
    • Writing task The ability to select, develop and organise ideas, and to communicate them in writing, concisely and effectively. One writing task from a choice of four questions 30 Minuten

Israel

  • Psychometric Entrance Test (PET) des NITE Der PET IST mit dem Schweizer Eignungstest für das Medizinstudium (EMS) vergleichbar, erfasst ebenso «Fähigkeiten, die für akademische Studien erforderlich sind» [2] (verbal reasoning, quantitative reasoning, English). Die ersten beiden Faktoren sind nahezu identisch abgedeckt. Sprachkenntnisse müssen wir in der Schweiz nicht testen.

Indien

Italien

Japan

Kanada

Niederlande

Leiden: BioMedical Admissions Test (BMAT) Leiden entspricht fast dem BMAT Grossbritannien

Österreich

  • MedAT
    • BMS Basiskenntnistest schulisches Vorwissen über medizinrelevante Grundlagenfächer, insbesondere Biologie, Chemie, Physik und Mathematik
    • KFF Kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten 5 Aufgabengruppen, nahe an Intelligenztestaufgaben
    • TV Textverständnis
    • SE Soziales Entscheiden (MC) Eigenschaft, Entscheidungen in sozialen Kontexten hinsichtlich ihrer Bedeutung zu reihen. Beispielaufgaben
    • MF Manuelle Fertigkeiten (Zahnmedizin) Drahtbiegen und Spiegelzeichnen

Pakistan

Polen

Schweden

USA